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Landtagsabgeordnete Harry Czeke und Bernd Krause :
"Schiffshebewerk darf nicht weiter dahinrosten"
Von Bernd K ö rner Körner

Burg / Genthin. Die Schließung des Schiffshebewerkes Rothensee
ist nicht haltbar, meinen die beiden Landtagsabgeordneten Harry Czeke und Bernd
Krause. Der Genthiner Czeke ist tourismuspolitischer Sprecher der Fraktion der
Linkspartei. PDS und zudem Vorsitzender des Stadtrates Genthin, und Bernd Krause
ist Mitglied der Fraktion und Magdeburger Stadtrat. Das Schiffshebewerk war am
2. Juli geschlossen worden. Damit wollen sich die beiden Politiker aber nicht
abfinden. Ihrer Meinung nach hat mit dem Aus des Hebewerkes die Pflege und
Vermarktung das Tourismusprogramm " Blaues Band " einen herben Schlag erlitten.
" Als Kommunalpolitiker sind wir stets bemüht, alle Möglichkeiten zu
nutzen und zu entwickeln, um die Attraktivität unserer Dörfer und Städte zu
erhöhen ", erklärten beide ihre Hartnäckigkeit. Harry Czeke setzte auch im Namen
seinen Fraktionskollegen hinzu : " Immer mehr wird deutlich, dass damit der
Stadt Magdeburg und auch dem Umland und insbesondere dem Jerichower Land nicht
nur ein funktionstüchtiges technisches Denkmal abhanden gekommen ist, sondern
auch dem Wassersport und Wassertourismus ein großer Schaden zugefügt wurde. "
Beide betrachteten das neue Wasserstraßenkreuz und das alte Schiffshebewerk als
touristische Einheit. Das letztgenannte Bauwerk nutzen jährlich um die 1500
Fahrgast- und Sportschiffe. Dahinter stehen nach Ansicht der beiden
Landtagsabgeordneten Menschen, die die Region wirtschaftlich beleben und die
Ausfl ugsgastronomie des Umfeldes nutzen und stärken.
Die Bedingungen, unter denen jetzt zum Mittellandkanal
übergesetzt werden müsse, sind für die Wassersportlerinnen und Wassersportler
kaum noch zumutbar und teilweise, was den Aufstieg per Schleuse betrifft, auch
zu gefährlich, schätzten sie die Lage ein. Bernd Krause : " In dieser Situation
können wir natürlich die Sportfreunde verstehen, wenn sie nach allen möglichen
Varianten suchen, um das Problem zu umgehen oder gar zu lösen. "
Es soll
unter Laborbedingungen getestet werden, wie leichte Sportboote in der Schleuse
beim Aufstieg reagieren, auch wurde über eine Bootsschleppe nachgedacht. Das
alles wird ohne mehr oder weniger große Kosten nicht vonstatten gehen. Außerdem
wäre eine neue technische Einrichtung in der Nähe des Schiffshebewerkes eine
Verballhornung der Situation an diesem Standort. " Was nicht heißen soll, dass
wir die Suche der Sportlerinnen und Sportler nach Lösungen nicht zu würdigen
wissen ", meinte der Genthiner Stadtrat. Mit der Entscheidung zur Schließung des
Schiffshebewerkes wurde nicht nur ein bis dahin funktionstüchtiges technisches
Denkmal stillgelegt. " Nein schlimmer noch ist, dass die Anziehungskraft für
viele Menschen schwinden wird ", äußerte Bernd Krause. Im vergangenen Jahr
besuchten etwa 100 000 Menschen das technische Bauwerk.
Für beide steht
fest : " Wo immer erneut Druck aufgemacht wird, um die Schließung rückgängig zu
machen, wird dies unsere Unterstützung in den Stadt- und Gemeinderäten sowie im
Landtag fi nden. " Derzeit hinterlasse das Schiffshebewerk den Eindruck " eines
monumentalen Grabes ", wie beide bei einer sommerlichen Radtour am Wochenende
feststellen konnten. " Das Wasser ist abgelassen, der Rost hat freie Hand. Dabei
wäre allein im Havariefall das Hebewerk immer noch eine gängige Alternative ",
betonte Czeke.
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Copyright © Volksstimme.de
2006
Dokument erstellt am 17.08.2006 um 05:55:19 Uhr
Erscheinungsdatum
17.08.2006 | Ausgabe: brg
