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Für Weiterbetrieb des Technischen Denkmals müssten auch Stadt und Umland in die Tasche greifen
Jetzt geht es ums Geld: 50 000 Euro für Schiffsfahrstuhl
Von Karl - Heinz Karl-Heinz Kaiser



Magdeburg. Zu dem von Stadt, Land und Umland angestrebten Parallelbetrieb von Schleuse Rothensee und Schiffshebewerk gibt es neue Berechnungen. Sie gehen davon aus, dass das energiesparende Technische Denkmal täglich bis zu 14 Schleusungen für die Sport- und Fahrgastschifffahrt übernehmen könnte.

Bei 180 Betriebstagen würden so allein mit 10 pro Tag eingesparten Schleusungen mindestens die vollen Betriebskosten und fast die Hälfte der Investkosten für die Dauer von über 10 Jahren gedeckt werden.

Der Förderverein Technische Denkmale Sachsen-Anhalt will das gleichfalls zur Grundlage weiterer Aktivitäten für die Wiederinbetriebnahme des Schiffhebewerks machen.

Inzwischen hat die FDPFraktion einen erneuten Antrag im Stadtrat eingebracht. Er zielt auf die vom Bund genannte fi nanzielle Untersetzung eines möglichen saisonalen Weiterbetriebs für die Sport- und Fahrgastschifffahrt ab. FDP-Stadtrat Carsten Klein : Das sei jetzt eine vordringliche Aufgabe, um etwas auszurichten.

Er schlägt deshalb vor, dass für " den Erhalt und Weiterbetrieb des Schiffshebewerks Rothensee die Landeshauptstadt 2007 eine Summe von 50 000 Euro zur Verfügung stellt. Für die nachfolgenden Haushaltsjahre soll jährlich die gleiche Summe geplant werden ".

Nach dem Ortstermin von Mitgliedern des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 19. März 2007 am Schiffshebewerk Rothensee, so Klein weiter, müsse es zeitnah " zu einer Übereinkunft mit klaren Beteiligungserklärungen der beiden Landkreise und der Stadt Magdeburg, des Landes Sachsen-Anhalt und des Bundes kommen ".

Das hatte auch MdB Dr. Uwe Küster in einem Schreiben angemerkt. Der hatte ebenfalls signalisiert : Es bleibe nach Aussagen aus dem Bundesverkehrministerium dabei, dass die für die Stilllegung geplante Summe für einen Weiterbetrieb durch Land, Stadt oder andere Partner zur Verfügung gestellt wird. Jetzt müsse Druck gemacht werden, erklärte auch Carsten Klein dazu.

Für die Landeshauptstadt sei die veranschlagte Summe von 50 000 Euro angezeigt. Das Umland müsste gleichfalls Mittel zur Verfügung stellen. Es seien auch, so Carsten Klein, erste positive Reaktionen aufgelaufen.

Der FDP-Antrag war im Schatten der Tunneldiskussion aus Zeitgründen in die Ausschüsse weitergeleitet worden. Gehofft wird, dass er auf der nächsten Ratssitzung behandelt werden kann.

Auf Kanal und Elbe kommt die Sportboot- und Fahrgastsaison auf Hochtouren. Ende Mai schließt die Niegripper Schleuse. An der Schleuse Rothensee wird sich die Schifffahrt drängeln.

Experten befürchten, dass nicht nur die Wirtschafts-, sondern in hohem Maße die Fahrgastschifffahrt und der Bootstourismus die Leidtragenden sind.



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Dokument erstellt am 12.05.2007 um 06:22:41 Uhr
Erscheinungsdatum 12.05.2007 | Ausgabe: mdx